Düsseldorf, 30.10.2026 (PresseBox) – Im Mittelpunkt stehen Technologien und Systeme, die den Anforderungen künftiger maritimer Einsatzszenarien gerecht werden und die Entwicklung einer leistungsfähigen Hybrid Fleet unterstützen. Mit der neu entwickelten Lenkwaffenfregatte GMF 140 (Guided Missile Frigate) sowie unbemannten Überwassersystemen und weiteren maritimen Technologien adressiert Rheinmetall zentrale Anforderungen an die Seestreitkräfte der Zukunft.
Die zunehmende Bedeutung unbemannter Systeme, die Vernetzung unterschiedlicher Plattformen und die Notwendigkeit, flexibel auf dynamische Bedrohungslagen zu reagieren, prägen die Anforderungen an die Marinen von morgen. Dabei kommt es sowohl auf leistungsfähige bemannte Plattformen wie die GMF 140 als auch auf das intelligente Zusammenspiel bemannter und unbemannter Systeme an. Die Hybrid Fleet verbindet diese Fähigkeiten zu einem leistungsfähigen Gesamtsystem, das sich flexibel an wechselnde operative Anforderungen anpassen lässt.
Die Ausrüstung künftiger Seestreitkräfte erfordert einen ganzheitlichen Ansatz. Nicht die einzelne Plattform allein, sondern zunehmend das abgestimmte Zusammenspiel verschiedener Systeme wird zum entscheidenden Faktor. Eine Hybrid Fleet ermöglicht es, bemannte und unbemannte Einheiten entsprechend ihrer jeweiligen Stärken einzusetzen, operative Risiken zu reduzieren und vorhandene Ressourcen gezielter zu nutzen.
Mit seinem breit aufgestellten Portfolio unterstützt Rheinmetall diesen Ansatz. Die Lenkwaffenfregatte GMF 140 steht dabei für die Weiterentwicklung bemannter Überwasserplattformen. Unbemannte Boote wie das am Rheinmetall-Standort Hamburg in Serienfertigung produzierte und auf der Euronaval ausgestellte Kraken K3 erweitern die Einsatzmöglichkeiten auf See und können bemannte Einheiten bei unterschiedlichen Aufgaben unterstützen. Ergänzt werden diese Fähigkeiten durch weitere maritime Technologien und Systeme wie das Täuschkörpersystem MASS Nova und das Marinegeschütz Millennium Gun, die einen wichtigen Beitrag zur Durchsetzungsfähigkeit von Überwassereinheiten leisten und ebenfalls auf der Pariser Messe präsentiert werden.
Auf der Euronaval stellt Rheinmetall darüber hinaus das Loitering-Munition-System FV-014 aus. Die für den hochmobilen Einsatz entwickelte FV-014 verbindet Aufklärung, Zielidentifizierung und präzise Wirkung in einem System. Sie ist für Einsatzentfernungen von bis zu 100 Kilometern ausgelegt und eignet sich sowohl zur Bekämpfung gepanzerter als auch ungepanzerter Ziele. Moderne Sensorik, Vernetzungsfähigkeit und ein hoher Autonomiegrad ermöglichen Einsätze auch unter anspruchsvollen Bedingungen und bei GNSS-Störungen.
Für Modernisierungsprogramme und plattformunabhängige Einsätze präsentiert Rheinmetall auf der diesjährigen Messe das Millennium-System als vollkommen eigenständige Systemlösung. Diese Konfiguration arbeitet unabhängig von der bordeigenen Datenversorgung des Trägerschiffs. Sie integriert das moderne S-Band-Überwachungsradar Oerlikon AMMR (AESA Multi-Mission Radar) zur Nahbereichsflugabwehr, ein kombiniertes Feuerleitradar mit Elektro-Optik-Tracker zur präzisen Zielverfolgung sowie ein kompaktes Führungs- und Waffeneinsatzsystem (mini-CMS). Das integrierte mini-CMS führt alle Sensordaten in Echtzeit zusammen und ermöglicht dem Bediener die unmittelbare und autarke Kontrolle über die gesamte Wirkungskette gegen hochdynamische Bedrohungen in der Luft und auf dem Wasser.
Erstmals auf der Euronaval ist MASS Nova zu sehen, die nächste Generation von Rheinmetalls bewährtem Täuschkörpersystems Multi Ammunition Softkill System (MASS). Dieses zeichnet sich durch einen neu entwickelten Werfer mit variabler Fächerung und höherer Kapazität für die 81mm-Omni-Trap-Munitionen aus. So kann er 40+4 Täuschkörper ausbringen. Ebenso kann er die Munitionen schneller verschießen, wodurch sich schneller gegen die anfliegende Bedrohung wirken lässt.
Mit Asteria stellt Rheinmetall des Weiteren eine neue Generation von Mehrfachwirkungs-Seeminen aus. Asteria wird den aktuellsten operativen Anforderungen gerecht. Die Mine lässt sich von Überwasserschiffen, Transportflugzeugen und U-Booten aus einsetzen und bietet damit flexible operative Unterstützung für jede Verteidigungsstrategie. Asteria kann über eine einzigartige bi-direktionale akustische Verbindung ferngesteuert werden, was ihre Vielseitigkeit für den Schutz von Häfen, Meerengen, Hafenanlagen und kritischen Bereichen erhöht.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch und gute Gespräche an unserem Messestand J61 in Halle 6.