Düsseldorf, 01.09.2026 (PresseBox) – Das in Auburn Hills, Michigan ansässige Rheinmetall-Tochterunternehmen American Rheinmetall hat den ersten von acht Prototypen des Kampffahrzeugs Lynx XM30 erfolgreich an die US-Armee ausgeliefert. Dies ist ein entscheidender Schritt in dem Ausschreibungsverfahren zur Ablösung des alten Schützenpanzers M2 Bradley. Nach der Auslieferung wird der erste Prototyp umgehend den von der US-Regierung geleiteten Entwicklungs- und Leistungsprüfungen zugeführt. Diese entscheidende Bewertung ist ein wesentlicher Bestandteil der Phasen 3/4 des Engineering and Manufacturing Development (EMD)-Vertrags im Wert von rund 764 Millionen US-Dollar. Dieser umfasst die digitale Konstruktion, den physischen Prototypenbau und die Validierung des Gesamtsystems.
„Die Auslieferung unseres ersten Prototyps an die U.S. Army ist ein wichtiger Schritt, da das XM30-Kampffahrzeugprogramm nun in eine Phase eintritt, in der das System stärker in den Fokus rückt“, sagte Matt Warnick, CEO von American Rheinmetall. „Das Team Lynx hat nun die Gelegenheit, der Armee zu zeigen, dass wir das Versprechen eines modernen Nachfolgemodells für den Bradley einlösen können.“
Im Laufe dieses Jahres wird American Rheinmetall die verbleibenden sieben Prototypen ausliefern, die für die Einsatzausbildung verwendet werden sollen. Diese Auslieferung erfolgt parallel zu den technischen Bewertungen im Rahmen der Initiative „Transformation in Contact“ (TiC) 2.0 der U.S. Army. Diese Modernisierungsmaßnahme zielt darauf ab, modernste Technologien zügig zu prototypisieren, zu testen und direkt bei den Einheiten im Einsatz und in der Ausbildung einzuführen. Sobald die Fahrzeuge die ersten militärischen Sicherheitsprüfungen bestanden haben, werden die Soldaten sofort mit aktiven Manövern im Feld beginnen – eine intensive Ausbildungsphase, die in groß angelegten Gefechtssimulationen gipfelt.
„Die Umsetzung eines parallelen Bewertungszeitplans erfordert ein Maß an industrieller Agilität, für das das Team Lynx geschaffen wurde“, so Warnick. „Wir beweisen, dass die US-amerikanische verteidigungsindustrielle Basis mit der Geschwindigkeit operativer Relevanz agieren kann und traditionelle Entwicklungszeitpläne um Jahre verkürzt, um den Soldaten die benötigten Fähigkeiten zur Verfügung zu stellen.“
Die Auslieferung der fortschrittlichen Prototypen stützt sich auf eine straff koordinierte, mehrere Bundesstaaten umfassende Produktionskette ab. Diese unterstreicht die Agilität und Widerstands-fähigkeit der US-amerikanischen Verteidigungsindustriebasis. Die Arbeiten beginnen mit der Präzisionsfertigung der Geschütztürme in Plymouth, Michigan, bevor die Subsysteme nach Slidell, Louisiana, transportiert werden. Hier erfolgt die endgültige Integration in Struktur und Fahrgestell. Die fertigen Fahrzeuge durchlaufen anschließend umfassende Erprobungsfahrten, um ihre mechanische Einsatzbereitschaft zu gewährleisten, bevor sie zur Endlackierung und Endbearbeitung nach Louisiana zurückkehren. Die Integration dieser separaten Standorte in eine einheitliche Produktionskette gewährleistet eine strenge Qualitätskontrolle. Der Prozess wird abgeschlossen durch eine gemeinsame Inspektion zusammen mit der Defense Contract Management Agency (DCMA), bevor die offizielle Abnahme durch die Regierung erfolgt.
Der Lynx XM30 ist für komplexe Einsatzbedingungen entwickelt worden, in denen Drohnen, Präzisionswaffen und elektronische Kriegsführung zunehmend an Bedeutung gewinnen. Um eine schnelle Technologieintegration über die gesamte Nutzungsphase hinweg zu ermöglichen, verfügt die Plattform über einen modularen Aufbau und eine adaptive, offene Architektur. Insbesondere verfügt das Fahrzeug über den branchenweit ersten hybrid-elektrischen Antriebsstrang zur Optimierung der Energieerzeugung und für herausragende Mobilität auf dem Gefechtsfeld. Als digital integriertes Kampfsystem mit sicherer Echtzeit-Konnektivität verfügt der Lynx XM30 über die fortschrittliche Intelligenz, die erforderlich ist, um der Besatzung und dem Schützentrupp absolute Überlebensfähigkeit auf dem Gefechtsfeld zu ermöglichen.
Als Hauptauftragnehmer leitet American Rheinmetall das „Team Lynx“, ein hochkarätiges Industrie-konsortium, das die spezialisierten Kompetenzen von Textron Systems, Raytheon, L3Harris Technologies, Allison Transmission und Anduril Industries vereint und von einem schnell wachsenden Netzwerk US-amerikanischer Zulieferer unterstützt wird.
Über Rheinmetall in den USA
Zur Rheinmetall-Unternehmensgruppe in den USA gehören American Rheinmetall in Auburn Hills, MI (Hauptsitz), Biddeford, ME, Lansing (MI), Lapeer (MI), Plymouth (MI) und St. Marys (OH) sowie Vienna (VA) und American Rheinmetall Munitions in Camden (AR), Texarkana (TX) (Expal USA), Vienna (VA) (Hauptsitz) und Windham (ME).