Hilden, 30.07.2026 (PresseBox) – Eine OT-Session am Nachmittag des 17. Septembers 2026 befasst sich mit dem wichtigen Thema der Ursachenforschung bzw. -vermeidung von Schadensfällen. Denn werden unmittelbar nach der Beschichtung oder im späteren Einsatz Schäden an beschichteten Bauteilen festgestellt, kann dies weitreichende Folgen haben: von hohen wirtschaftlichen Kosten bis hin zu Sicherheits- oder Schadensersatzaspekten.
Bakterielle Kontaminationen in galvanischen Bädern können zur Bildung von Biofilmen, zu lokaler Korrosion und ungleichmäßiger Abscheidung führen. Die Folgen sind Oberflächendefekte, erhöhter Aufwand durch Nacharbeit und ein vorzeitiger Badwechsel. Der erste Vortrag legt dar, wie die routinemäßige Überwachung von Bakterien die Prozesszuverlässigkeit verbessern und die Betriebskosten in galvanischen Prozessen senken kann. Verschiedene Ansätze zur mikrobiellen Detektion werden vorgestellt und hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile diskutiert.
Ein weiterer Vortrag zeigt typische Schadensbilder an Stahlbauteilen mit MnS-Zeilen, erläutert die zugrunde liegenden Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge und gibt praxisorientierte Hinweise für eine erfolgreiche Vorbehandlung und eine stabile galvanische Beschichtung solcher Werkstoffe.
Bei Schadensfällen ist es wichtig, möglichst schnell die Ursache(n) zu finden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Ableitung von Handlungsempfehlungen für Produktion und Qualitätsmanagement.
Im letzten Vortrag werden systematische Untersuchungen zu Schadensfällen galvanisierter Bauteile vorgestellt. Anhand ausgewählter Fallbeispiele wird die methodische Herangehensweise beschrieben und umfangreiche analytische Untersuchungsmethoden sowie typische Schadensbilder werden gezeigt.