Neu-Ulm, 10.06.2026 (PresseBox) – Die Gelenkwelle dient der Kraftübertragung im Antriebsbereich. Insbesondere in der Nutzfahrzeuganwendung können die Bauteile viel verkraften und gelten überdies als weitgehend wartungsfrei – abhängig von ihrer jeweiligen Nutzung. Wenn jedoch Kreuzgelenk oder Zwischenwellenlager doch verschleißen, macht sich das im Frühstadium durch Unwucht und damit Vibrationen bemerkbar. Ignorieren Flottenbetreiber erste Warnzeichen, dann können teure Folgeschäden die Konsequenz sein.
Früher fanden sich nicht selten Nfz-Servicebetriebe, die defekte Komponenten zerlegten und in mühevoller Arbeit reparierten. Heute übernehmen zumeist professionelle Aufbereiter diese herausfordernde Tätigkeit. Die Wiederaufarbeitung ist eine effektive zirkuläre Strategie innerhalb der Wertschöpfungskette. Durch die Aufbereitung von Gelenkwellen auf ein dem Neuteil entsprechendes Leistungsniveau trägt dieser Prozess dazu bei, Produktlebenszyklen zu verlängern und einen möglichst hohen Anteil der ursprünglich eingesetzten Materialien weiter zu nutzen.
Nicht selten kümmert sich sogar die Teileindustrie um die Aufwertung defekter Bauteile – kein Wunder, denn mit der Neuteile-Produktion sind das Wissen um Aufbau, Verschleiß und Reparaturmöglichkeiten für Altteile ohnehin vorhanden. Einer dieser Spezialisten findet sich in Bayerisch-Schwaben: Die Welte Group aus Neu-Ulm hat sich neben der industriellen Herstellung auch der Aufarbeitung von Gelenkwellen verschrieben. Die Antriebskomponenten sind prädestiniert für die gelebte Kreislaufwirtschaft, befinden die Gelenkwellen Spezialisten und besetzten das Geschäftsfeld seit über 50 Jahren.
Massive Materialersparnis
Das Remanufacturing und damit der verlängerte Produktlebenszyklus rechnen sich insbesondere bei schweren und ressourcenintensiven Komponenten. Welte sammelt die bis zu 100 Kilogramm schweren Altwellen ein und prüft die Qualität bzw. die Beschädigung im Rahmen einer Eingangskontrolle. Angelieferte Teile befinden sich in unterschiedlichen Zuständen, als Faustregel gilt jedoch: Fast 70 Prozent Materialeinsparnis je reparierter Gelenkwelle. Statt in den Schmelzofen gelangt damit ein erheblicher Stahlanteil auf direktem Weg zurück in die Ersatzteilversorgung. Betriebe können unbesorgt sein, denn nicht nur bei Welte gilt: Reman-Teile müssen den gleichen Qualitätskriterien entsprechen wie Neuteile. Die Kostenersparnis beläuft sich durchschnittlich auf 20 bis 30 Prozent.
Auch an den deutschen Standorten in Essen, Magstadt, Hockenheim und Weingarten sowie in Zürich (Schweiz, seit 2022 Teil des Unternehmens), Weyersheim (Frankreich), Parma (Italien) und Mysłowice (Polen) bestehen umfassende Kompetenzen in der Aufbereitung. Der vollständige Remanufacturing Prozess von Kardanwellen erfolgt dabei nach den Vorgaben des internen Qualitätsmanagements gemäß ISO 9001:2015.
Als Qualitätsmarke etabliert
Die Gelenkwelle stellt in vielen Anwendungsbereichen ein spezialisiertes Produkt dar. Neben seriennahen Anwendungen, etwa im Transportersegment, kommen auch individuelle Ausführungen zum Einsatz, beispielsweise im Off-Highway-Sektor wie in der Bau-, Agrar- und Forstwirtschaft sowie in speziellen Industrieanwendungen. Für Gelenkwellen und Ersatzteile führt die Welte Group die Marken EDS sowie EDS PLUS, um den unterschiedlichen Kundenanforderungen vollumfänglich gerecht zu werden – von individueller Anfertigung bis hin zu serienmäßig geprüften Gelenkwellenprodukten.